Der frühling ruft nach leichten, frischen desserts, die den gaumen verwöhnen, ohne schwer im magen zu liegen. Dieser italienische zitronenkuchen ohne butter vereint genau diese eigenschaften: saftig, aromatisch und überraschend einfach in der zubereitung. Während traditionelle kuchen oft auf butter als geschmacksträger setzen, beweist dieses rezept, dass olivenöl eine wunderbare alternative darstellt. Das ergebnis ist ein torta al limone – ein zitronenkuchen, der mit seiner luftigen textur und intensiven zitrusnote begeistert. Die verwendung von olivenöl verleiht dem gebäck nicht nur eine besondere saftigkeit, sondern auch eine mediterrane note, die perfekt zur frühlingssonne passt. Dieser kuchen stammt aus den sonnenverwöhnten regionen süditaliens, wo zitronen in hülle und fülle wachsen und die küche prägen.
20
40
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Den backofen auf 180 grad celsius ober-/unterhitze vorheizen. Diese temperatur ist wichtig, damit der kuchen gleichmäßig durchbackt und eine schöne goldene farbe erhält. Die springform gut einfetten und mit backpapier auslegen, damit sich der kuchen später problemlos lösen lässt.
2.
Die zitronen unter heißem wasser gründlich waschen und trocken reiben. Mit einer feinen reibe die schale beider zitronen abreiben, dabei nur die gelbe schicht nehmen und das weiße darunter vermeiden, da es bitter schmeckt. Anschließend die zitronen auspressen und den saft beiseite stellen. Die zesten – feine schalenstreifen enthalten ätherische öle, die dem kuchen sein intensives aroma verleihen.
3.
In einer großen schüssel die eier mit dem zucker und dem vanillezucker etwa 3 bis 4 minuten schaumig schlagen, bis die masse hell und luftig wird. Dieser vorgang nennt sich aufschlagen und sorgt dafür, dass luft in den teig kommt, was ihn später besonders locker macht. Die masse sollte ihre volumen deutlich vergrößern.
4.
Das olivenöl, die milch, den zitronensaft und die abgeriebene zitronenschale zur eimasse hinzufügen. Mit dem schneebesen oder handmixer auf niedriger stufe gut vermischen, bis eine homogene flüssigkeit entsteht. Das olivenöl sollte von guter qualität sein, da es dem kuchen geschmack verleiht.
5.
In einer separaten schüssel das mehl mit dem backpulver und der prise salz vermischen. Diese trockenen zutaten dann sieben, um klümpchen zu vermeiden. Das sieben macht den teig feiner und luftiger. Anschließend die mehlmischung portionsweise zur flüssigen masse geben und vorsichtig mit einem teigschaber unterheben.
6.
Beim unterheben ist sanftheit gefragt: mit dem teigschaber von unten nach oben arbeiten, damit die luftbläschen erhalten bleiben. Zu kräftiges rühren würde die luft wieder herausdrücken und der kuchen würde kompakt statt luftig. Der teig sollte glatt sein, aber nicht zu lange gerührt werden.
7.
Den teig in die vorbereitete springform füllen und die oberfläche mit dem teigschaber glatt streichen. Die form auf der mittleren schiene in den vorgeheizten backofen schieben und etwa 40 minuten backen. Nach 30 minuten mit einem holzstäbchen die stäbchenprobe – test ob der teig durchgebacken ist machen: bleibt kein teig am stäbchen hängen, ist der kuchen fertig.
8.
Den fertigen kuchen aus dem ofen nehmen und in der form etwa 10 minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der form lösen und auf einem kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Das abkühlen auf dem gitter verhindert, dass sich feuchtigkeit am boden sammelt und der kuchen durchweicht.
9.
Für die glasur den puderzucker mit 2 bis 3 esslöffeln zitronensaft verrühren, bis eine dickflüssige, glatte masse entsteht. Diese zitronenglasur über den abgekühlten kuchen träufeln und gleichmäßig verteilen. Die glasur verleiht dem kuchen zusätzliche süße und einen frischen zitrusglanz.
Tipp vom Chefkoch
Wenn der kuchen besonders saftig werden soll, kann man ihn nach dem backen noch warm mit einem sirup aus gleichen teilen zucker und zitronensaft tränken. Dafür einfach den kuchen mehrmals mit einer gabel einstechen und den sirup darüber träufeln. Für eine intensivere note können auch kandierte zitronenschalen als dekoration verwendet werden. Der kuchen schmeckt am besten, wenn er einen tag durchgezogen ist, da sich die aromen dann vollständig entfalten.
Passende getränke zum zitronenkuchen
Zu diesem frischen, zitronigen dessert passt hervorragend ein limoncello, der traditionelle italienische zitronenlikör, der als digestif serviert wird. Wer es alkoholfrei bevorzugt, kann einen eisgekühlten zitroneneistee oder eine zitronenlimonade reichen. Auch ein prosecco – italienischer schaumwein harmoniert wunderbar mit der fruchtigen säure des kuchens. Für kinder eignet sich ein frisch gepresster orangensaft oder eine minzlimonade, die die mediterrane atmosphäre unterstreicht.
Zusätzliche Info
Der italienische zitronenkuchen hat seine wurzeln an der amalfiküste und auf sizilien, wo die berühmten zitronen von amalfi und die zitronen von syrakus wachsen. Diese regionen sind für ihre besonders aromatischen, großen zitronen bekannt, die einen intensiven duft und viel saft liefern. In italien wird dieser kuchen traditionell zum nachmittagskaffee serviert oder als dessert nach einem leichten mittagessen. Die verwendung von olivenöl statt butter ist typisch für die süditalienische küche und macht den kuchen bekömmlicher. Historisch gesehen war olivenöl in diesen regionen leichter verfügbar als butter, was diese zubereitungsart erklärt. Der kuchen wird oft bei familienfesten, hochzeiten und religiösen feiertagen gebacken und symbolisiert die sonnige lebensfreude süditaliens.



