In Zeiten des Fastens suchen viele Menschen nach leichten, nährstoffreichen Gerichten, die dennoch satt machen und Geschmack bieten. Falafel aus der Heißluftfritteuse erfüllen genau diese Anforderungen: Die kleinen Kichererbsenbällchen sind proteinreich, vegetarisch und dank der modernen Zubereitungsmethode deutlich fettärmer als ihre frittierten Verwandten. Was früher Stunden an Vorbereitung und eine Pfanne voller Öl erforderte, gelingt heute in nur 15 minuten mit minimalem Aufwand.
Die Heißluftfritteuse, ein Küchengerät, das mit heißer Luft arbeitet statt mit Fett, revolutioniert die Zubereitung traditioneller Gerichte. Besonders während der Fastenzeit, wenn bewusster Verzicht und gesunde Ernährung im Vordergrund stehen, bietet diese Methode eine perfekte Balance zwischen Genuss und Gesundheit. Die Falafel werden außen herrlich knusprig, innen bleiben sie saftig und aromatisch – ganz ohne schlechtes Gewissen.
Diese Rezeptvariante setzt auf getrocknete Kichererbsen, die über Nacht eingeweicht werden, sowie auf eine Gewürzmischung, die den orientalischen Charakter des Gerichts unterstreicht. Das Ergebnis überzeugt selbst Skeptiker, die bisher nur frittierte Falafel kannten.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Kichererbsen vorbereiten
Die getrockneten Kichererbsen müssen mindestens 12 stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. Dies ist ein entscheidender Schritt, denn nur so werden sie weich genug für die Verarbeitung, behalten aber noch genug Struktur für die richtige Konsistenz. Nach dem Einweichen gießt ihr das Wasser ab und spült die Kichererbsen gründlich unter fließendem Wasser ab. Tupft sie anschließend mit einem sauberen Küchentuch trocken, damit keine überschüssige Feuchtigkeit in die Masse gelangt.
2. Zutaten zerkleinern
Schält die Zwiebel und schneidet sie in grobe Stücke. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen. Wascht die Petersilie und den Koriander gründlich und schüttelt sie trocken. Ihr müsst die Kräuter nicht fein hacken, denn die Küchenmaschine übernimmt diese Arbeit. Gebt alle vorbereiteten Zutaten zusammen mit den abgetropften Kichererbsen in die Küchenmaschine.
3. Falafel-Masse herstellen
Fügt nun Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Salz, Pfeffer, Backpulver und Mehl zu den Zutaten in der Küchenmaschine hinzu. Pulsiert die Mischung mehrmals, bis eine grobe, krümelige Masse entsteht. Die Konsistenz sollte einem groben Couscous ähneln – die Textur, also die Beschaffenheit der Masse, darf nicht zu fein werden, sonst werden die Falafel matschig statt knusprig. Wenn ihr eine kleine Menge zwischen den Fingern zusammendrückt, sollte sie zusammenhalten. Falls die Masse zu trocken ist, fügt einen Esslöffel Wasser hinzu.
4. Bällchen formen
Gebt die Masse in eine Schüssel und lasst sie etwa 15 minuten ruhen. Dies hilft dabei, dass sich die Aromen verbinden und das Mehl die Feuchtigkeit aufnimmt. Formt nun mit leicht angefeuchteten Händen etwa 16 bis 20 gleichmäßige Bällchen. Die Größe sollte etwa der eines Tischtennisballs entsprechen. Drückt die Bällchen fest zusammen, damit sie beim Garen nicht auseinanderfallen. Rollt sie anschließend optional in Sesamsamen für eine zusätzliche Knusper-Schicht.
5. In der Heißluftfritteuse garen
Heizt die Heißluftfritteuse auf 180 grad celsius vor. Legt den Korb mit Backpapier aus oder besprüht ihn leicht mit Öl. Platziert die Falafel-Bällchen mit etwas Abstand zueinander im Korb, damit die heiße Luft gut zirkulieren kann. Besprüht die Oberseite der Falafel leicht mit Olivenöl aus einem Sprühgerät oder bestreicht sie vorsichtig mit einem Pinsel. Backt die Falafel 12 bis 15 minuten, wendet sie nach der Hälfte der Zeit einmal vorsichtig. Sie sind fertig, wenn sie außen goldbraun und knusprig sind.
6. Servieren
Nehmt die fertigen Falafel aus der Heißluftfritteuse und lasst sie kurz auf Küchenpapier abtropfen. Serviert sie noch warm mit Hummus, Tahini-Sauce oder in einem Fladenbrot mit frischem Salat. Die Falafel schmecken am besten frisch zubereitet, können aber auch für 2 bis 3 tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Tipp vom Chefkoch
Achtet darauf, dass die Kichererbsen wirklich roh und nur eingeweicht sind – gekochte Kichererbsen aus der Dose funktionieren für dieses Rezept nicht, da sie zu feucht sind und die Falafel auseinanderfallen würden. Wenn ihr keine frischen Kräuter habt, könnt ihr auch getrocknete verwenden, allerdings nur die halbe Menge. Ein Geheimtipp für extra knusprige Falafel ist es, die geformten Bällchen vor dem Garen für 30 minuten ins Gefrierfach zu legen – so behalten sie ihre Form besser und werden außen noch krosser.
Passende Getränke zu Falafel
Zu den würzigen, orientalisch gewürzten Falafel passen erfrischende und leicht säuerliche Getränke besonders gut. Ein klassischer Ayran, ein türkisches Joghurtgetränk mit Salz, bietet einen kühlenden Kontrast zu den warmen Gewürzen. Alternativ harmoniert ein frisch gepresster Orangensaft oder ein Minz-Limonade hervorragend mit den Aromen.
Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc oder ein Grüner Veltliner, deren frische Säure die Würze der Falafel ausbalanciert. Auch ein gekühlter Rosé aus der Provence passt wunderbar. Wer es alkoholfrei mag, greift zu einem gekühlten Pfefferminztee mit Zitrone – ein Klassiker der orientalischen Küche.
Zusätzliche Info
Falafel gehören zu den ältesten Fast-Food-Gerichten der Welt und haben ihren Ursprung vermutlich in Ägypten, wo sie traditionell aus Ackerbohnen hergestellt wurden. Die heute verbreitete Variante aus Kichererbsen stammt aus der Levante-Region, insbesondere aus Ländern wie Libanon, Syrien und Israel. Dort sind Falafel seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel und werden zu jeder Tageszeit gegessen.
Der Name Falafel leitet sich vermutlich vom arabischen Wort für Pfeffer ab, was auf die würzige Note des Gerichts hinweist. In der Fastenzeit spielen Falafel eine besondere Rolle, da sie als proteinreiche, fleischlose Alternative dienen und alle wichtigen Nährstoffe liefern. Die Kombination aus Hülsenfrüchten, frischen Kräutern und Gewürzen macht sie zu einem vollwertigen Gericht.
Interessanterweise gibt es in verschiedenen Ländern unterschiedliche Zubereitungsarten: In Ägypten werden sie flacher geformt, im Libanon eher rund. Die Verwendung der Heißluftfritteuse ist eine moderne Anpassung, die das traditionelle Rezept gesünder macht, ohne den authentischen Geschmack zu verlieren.



