Hähnchen und Spitzkohl in cremiger Sauce: Besser geht’s nicht

Hähnchen und Spitzkohl in cremiger Sauce: Besser geht's nicht

Hähnchen und Spitzkohl in cremiger Sauce gehört zu den Gerichten, die in deutschen Küchen seit Generationen für Begeisterung sorgen. Die Kombination aus zartem Geflügel und dem leicht süßlichen Spitzkohl, umhüllt von einer samtigen Sauce, macht dieses Rezept zu einem wahren Klassiker der bodenständigen Hausmannskost. In Zeiten, in denen schnelle und dennoch nahrhafte Mahlzeiten gefragt sind, erweist sich diese Zubereitung als perfekte Lösung für den Familientisch. Der Spitzkohl, auch Filderkraut genannt, bringt eine angenehme Textur mit und nimmt die Aromen der Sauce hervorragend auf. Hähnchenfleisch punktet durch seine kurze Garzeit und seinen milden Geschmack, der sich ideal mit cremigen Komponenten verbindet. Dieses Gericht vereint Tradition mit Praktikabilität und lässt sich ohne großen Aufwand in jeder Küche umsetzen. Die cremige Sauce, die durch die Zugabe von Sahne und Brühe entsteht, rundet das Geschmackserlebnis ab und sorgt dafür, dass jeder Bissen zu einem Genuss wird. Ob als Mittagessen für die ganze Familie oder als gemütliches Abendessen nach einem langen Arbeitstag – diese Kombination überzeugt durch ihre Vielseitigkeit und ihren authentischen Geschmack. Die Zubereitung erfordert keine speziellen Kochkenntnisse und gelingt auch Anfängern problemlos.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Zutaten

Beginne damit, die Hähnchenbrustfilets unter kaltem Wasser abzuspülen und mit Küchenpapier trocken zu tupfen. Schneide das Fleisch in mundgerechte Würfel von etwa 3 cm Kantenlänge. Diese Größe sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gart und saftig bleibt. Würze die Hähnchenstücke mit Salz und Pfeffer und stelle sie beiseite. Entferne die äußeren Blätter des Spitzkohls, falls sie welk oder beschädigt sind. Halbiere den Kohl längs, entferne den Strunk mit einem schrägen Schnitt und schneide die Hälften in etwa 2 cm breite Streifen. Das Entfernen des Strunks ist wichtig, da dieser Teil sehr hart ist und nicht mitgegessen wird. Schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Würfel. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken. Wasche die Petersilie, schüttele sie trocken und hacke die Blätter grob. Alle vorbereiteten Zutaten griffbereit neben dem Herd platzieren.

2. Anbraten des Hähnchenfleisches

Erhitze 2 Esslöffel Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Sobald das Öl heiß ist, gib die gewürzten Hähnchenwürfel portionsweise in die Pfanne. Wichtig ist, die Pfanne nicht zu überladen, damit das Fleisch schön anbraten kann und nicht im eigenen Saft gart. Brate die Stücke von allen Seiten goldbraun an, das dauert etwa 5 bis 6 Minuten. Das Anbraten erzeugt Röstaromen, die dem Gericht Tiefe verleihen. Nimm das gebratene Hähnchen aus der Pfanne und lege es auf einen Teller beiseite. Es muss noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später in der Sauce fertiggart.

3. Zubereitung der Gemüsebasis

Gib das restliche Olivenöl und die Butter in dieselbe Pfanne. Lasse die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Füge die Zwiebelwürfel hinzu und brate sie unter gelegentlichem Rühren etwa 3 Minuten an, bis sie glasig werden. Glasig bedeutet, dass die Zwiebeln weich werden und durchscheinend aussehen, aber noch keine Farbe annehmen. Gib den gehackten Knoblauch dazu und brate ihn etwa 30 Sekunden mit, bis er duftet. Achte darauf, dass der Knoblauch nicht braun wird, da er sonst bitter schmeckt. Streue nun das Mehl über die Zwiebel-Knoblauch-Mischung und rühre es schnell ein. Lasse das Mehl etwa 1 Minute unter ständigem Rühren anschwitzen. Anschwitzen bedeutet, das Mehl bei mittlerer Hitze ohne Farbe zu garen, um den rohen Mehlgeschmack zu entfernen.

4. Garen des Spitzkohls

Gib die Spitzkohlstreifen in die Pfanne und vermische sie gut mit der Zwiebel-Mehl-Mischung. Lasse den Kohl unter gelegentlichem Wenden etwa 3 Minuten andünsten, bis er leicht zusammenfällt. Andünsten ist eine schonende Garmethode mit wenig Fett bei mäßiger Hitze. Gieße nun die Hühnerbrühe an und rühre alles gut durch. Bringe die Flüssigkeit zum Kochen und lasse sie etwa 2 Minuten köcheln. Köcheln bedeutet, dass die Flüssigkeit leicht blubbert, aber nicht stark sprudelnd kocht. Der Kohl sollte nun beginnen, weicher zu werden, aber noch Biss haben.

5. Fertigstellen der cremigen Sauce

Reduziere die Hitze auf mittlere Stufe und gieße die Sahne in die Pfanne. Rühre alles gut um, damit sich die Sahne gleichmäßig verteilt. Würze die Sauce mit Paprikapulver, einer Prise Muskatnuss, Salz und Pfeffer. Schmecke die Sauce ab und passe die Würzung nach deinem persönlichen Geschmack an. Gib nun die angebratenen Hähnchenstücke zurück in die Pfanne und versenke sie in der Sauce. Lasse alles zusammen bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten sanft köcheln. Die Sauce sollte dabei leicht eindicken und das Hähnchen vollständig durchgaren. Durchgegart bedeutet, dass das Fleisch innen nicht mehr rosa ist und eine Kerntemperatur von mindestens 75 Grad erreicht hat. Rühre gelegentlich um, damit nichts ansetzt.

6. Abschmecken und Servieren

Nimm die Pfanne vom Herd und schmecke das Gericht ein letztes Mal ab. Füge bei Bedarf noch etwas Salz oder Pfeffer hinzu. Streue die gehackte Petersilie über das Gericht und rühre sie leicht unter. Die frische Petersilie gibt dem Gericht eine angenehme Frische und setzt einen schönen farblichen Akzent. Serviere das Hähnchen mit Spitzkohl in cremiger Sauce direkt aus der Pfanne oder fülle es in eine vorgewärmte Servierplatte um. Als Beilage eignen sich Salzkartoffeln, Reis oder frisches Baguette, um die köstliche Sauce aufzunehmen.

Lena Küstenmacher

Tipp vom Chefkoch

Wenn du möchtest, dass die Sauce noch cremiger wird, kannst du am Ende einen Esslöffel Frischkäse einrühren. Das gibt zusätzliche Bindung und einen leicht säuerlichen Geschmack. Achte darauf, den Spitzkohl nicht zu lange zu garen, damit er noch etwas Biss behält und nicht matschig wird. Falls die Sauce zu dick wird, gib einfach etwas mehr Hühnerbrühe hinzu. Für eine besonders aromatische Note kannst du einen Schuss Weißwein zur Brühe hinzufügen, bevor du die Sahne zugibst. Lass den Alkohol etwa 2 Minuten verkochen, dann bleibt nur das Aroma zurück.

Weinbegleitung zum cremigen Hähnchengericht

Zu diesem herzhaften Gericht mit seiner cremigen Sauce empfiehlt sich ein trockener Weißwein mit guter Säure, der die Cremigkeit ausbalanciert. Ein Grauburgunder aus Baden oder ein Silvaner aus Franken passen hervorragend. Beide Weine bringen genug Körper mit, um sich gegen die Sauce zu behaupten, ohne das Gericht zu übertönen. Alternativ harmoniert auch ein leichter Chardonnay ohne Holzausbau sehr gut mit dem milden Hähnchenfleisch und dem Spitzkohl. Wer lieber Bier trinkt, kann zu einem hellen Kellerbier oder einem unfiltriertem Zwickelbier greifen. Die malzige Süße und die moderate Hopfenbitterkeit ergänzen die cremige Sauce ausgezeichnet. Für eine alkoholfreie Variante eignet sich ein Apfelsaft-Schorle mit einem Spritzer Zitrone, die Frische bringt und den Gaumen zwischen den Bissen erfrischt.

Zusätzliche Info

Der Spitzkohl, botanisch als Brassica oleracea var. capitata f. acuta bekannt, ist eine Kohlsorte, die vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz beliebt ist. Seine kegelförmige Form und die zarteren Blätter unterscheiden ihn vom klassischen Weißkohl. Historisch gesehen wurde Spitzkohl bereits im Mittelalter angebaut und galt lange Zeit als Arme-Leute-Essen, da er robust und ertragreich war. Heute erlebt er eine Renaissance in der modernen Küche, da er bekömmlicher ist als andere Kohlsorten und sich vielseitig zubereiten lässt. Die Kombination von Geflügel und Kohl hat in der deutschen Küche eine lange Tradition und findet sich in verschiedenen regionalen Varianten. In Norddeutschland wird oft Grünkohl mit Geflügel kombiniert, während in Süddeutschland eher Weißkohl bevorzugt wird. Die cremige Sauce ist eine moderne Interpretation, die das rustikale Gericht verfeinert und ihm eine elegante Note verleiht. Ernährungsphysiologisch punktet dieses Gericht durch den hohen Proteingehalt des Hähnchenfleischs und die Vitamine des Kohls, insbesondere Vitamin C und K.

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