Bärlauch-Butter selber machen, mit diesem Rezept hält sie drei Monate im Gefrierschrank

Bärlauch-Butter selber machen, mit diesem Rezept hält sie drei Monate im Gefrierschrank

Der Frühling kündigt sich an, und mit ihm erwacht der Bärlauch in deutschen Wäldern. Diese aromatische Pflanze, auch wilder Knoblauch genannt, verleiht Butter einen unvergleichlichen Geschmack. Die selbstgemachte Bärlauch-Butter lässt sich problemlos drei Monate im Gefrierschrank aufbewahren und bereichert zahlreiche Gerichte. Von frischem Baguette über Kartoffeln bis hin zu Steaks verwandelt diese grüne Köstlichkeit einfache Speisen in kulinarische Highlights. Die Zubereitung erfordert weder besondere Kochkenntnisse noch exotische Zutaten. Mit wenigen Handgriffen entsteht ein Vorrat, der die Bärlauch-Saison weit überdauert.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Butter

Die Butter sollte bereits Raumtemperatur haben, damit sie sich leicht verarbeiten lässt. Nimm sie mindestens eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank. Lege die weiche Butter in eine mittelgroße Schüssel. Sie sollte geschmeidig sein, aber nicht flüssig werden. Die richtige Konsistenz erreichst du, wenn sich die Butter mit einer Gabel mühelos zerdrücken lässt. Dies ist wichtig, damit sich alle Zutaten gleichmäßig vermischen können.

2. Bärlauch vorbereiten

Da frischer Bärlauch nicht ganzjährig verfügbar ist, verwenden wir getrockneten Bärlauch. Dieser hat den Vorteil, dass er intensiver schmeckt und sich länger lagern lässt. Miss 30 Gramm getrockneten Bärlauch ab. Falls die Blätter noch ganz sind, zerkleinere sie mit den Fingern oder einem Messer etwas. Je feiner der Bärlauch, desto besser verteilt er sich später in der Butter. Der getrocknete Bärlauch behält sein typisches Knoblaucharoma und verleiht der Butter ihre charakteristische grüne Farbe.

3. Gewürze hinzufügen

Gib das Meersalz zur Butter hinzu. Meersalz enthält mehr Mineralstoffe als normales Speisesalz und verstärkt den Geschmack der Bärlauch-Butter. Füge eine Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu. Der Pfeffer bringt eine leichte Schärfe und rundet das Aroma ab. Träufle einen Teelöffel Zitronensaft über die Butter. Die Säure der Zitrone hebt die Aromen hervor und sorgt für Frische. Sie verhindert außerdem, dass die Butter zu schwer schmeckt.

4. Alle Zutaten vermischen

Nun kommt der wichtigste Schritt: das gründliche Vermischen. Nimm eine Gabel und beginne, alle Zutaten kräftig zu vermengen. Drücke die Butter dabei immer wieder gegen den Schüsselrand. Diese Technik nennt man Kremieren, das bedeutet, Zutaten zu einer geschmeidigen, luftigen Masse zu verarbeiten. Arbeite so lange, bis die Butter eine gleichmäßige hellgrüne Farbe angenommen hat und keine Butterklumpen mehr sichtbar sind. Der getrocknete Bärlauch sollte vollständig eingearbeitet sein. Dies dauert etwa drei bis vier Minuten. Je gründlicher du arbeitest, desto besser wird das Endergebnis.

5. Butter formen

Lege ein Stück Frischhaltefolie auf die Arbeitsfläche. Die Folie sollte etwa 30 Zentimeter lang sein. Gib die Bärlauch-Butter in die Mitte der Folie. Forme sie mit den Händen zu einer länglichen Rolle. Der Durchmesser sollte etwa vier Zentimeter betragen. Wickle die Folie fest um die Butterrolle. Drehe die Enden der Folie wie bei einem Bonbon ein. Dadurch entsteht eine kompakte Rolle, die sich später leicht in Scheiben schneiden lässt. Alternativ kannst du die Butter auch in kleine Portionsförmchen füllen.

6. Einfrieren und lagern

Lege die eingewickelte Butterrolle in einen Gefrierbeutel. Beschrifte den Beutel mit dem Datum und dem Inhalt. Dies hilft dir später bei der Übersicht im Gefrierschrank. Verschließe den Beutel luftdicht. Lege ihn flach in das Gefrierfach. Die Bärlauch-Butter hält sich bei minus 18 Grad Celsius problemlos drei Monate. Wenn du die Butter verwenden möchtest, nimm die benötigte Menge heraus und schneide mit einem scharfen Messer Scheiben ab. Die gefrorene Butter lässt sich besonders gut schneiden. Lege die Scheiben direkt auf warme Speisen, wo sie langsam schmelzen und ihr Aroma entfalten.

Lena Küstenmacher

Tipp vom Chefkoch

Wenn du keine getrockneten Bärlauchblätter findest, kannst du auch Bärlauchpulver verwenden. Verwende dann etwa 15 Gramm, da das Pulver konzentrierter ist. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mehrere Rollen auf einmal herzustellen und sie als selbstgemachte Geschenke zu verpacken. Die Butter eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Pasta, Risotto oder gegrilltem Gemüse. Du kannst auch verschiedene Kräuter kombinieren: Füge beispielsweise getrockneten Thymian oder Rosmarin hinzu. Für eine feinere Konsistenz kannst du die Butter nach dem Mischen für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bevor du sie formst. So lässt sie sich leichter rollen. Bewahre immer eine kleine Portion im Kühlschrank auf, die du innerhalb einer Woche verbrauchst. So hast du stets etwas griffbereit, ohne jedes Mal auftauen zu müssen.

Passende Getränke zur Bärlauch-Butter

Da die Bärlauch-Butter meist als Begleitung zu verschiedenen Gerichten dient, richtet sich die Getränkeauswahl nach dem Hauptgericht. Zu Brot mit Bärlauch-Butter passt ein trockener Weißwein wie Silvaner oder Müller-Thurgau aus deutschen Anbaugebieten. Diese Weine unterstreichen die würzigen Noten des Bärlauchs. Wenn du die Butter zu gegrilltem Fleisch servierst, empfiehlt sich ein leichter Rotwein wie Spätburgunder. Zu Fischgerichten harmoniert ein Grauburgunder wunderbar. Für eine alkoholfreie Alternative bietet sich ein Kräuterlimonade oder ein spritziger Apfelsaft an. Auch ein frisch gebrühter Kräutertee mit Minze ergänzt die Aromen der Bärlauch-Butter auf angenehme Weise.

Zusätzliche Info

Der Bärlauch, botanisch Allium ursinum genannt, wächst in schattigen Laubwäldern und ist seit Jahrhunderten in der europäischen Küche bekannt. Bereits die Germanen und Kelten schätzten seine heilenden Eigenschaften. Der Name leitet sich vermutlich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die Pflanze fressen, um neue Kräfte zu sammeln. In der traditionellen Heilkunde gilt Bärlauch als blutreinigend und verdauungsfördernd. Die Saison für frischen Bärlauch ist kurz und dauert von März bis Mai. Danach beginnt die Pflanze zu blühen und verliert an Aroma. Getrockneter Bärlauch ermöglicht es, das typische Aroma das ganze Jahr über zu genießen. In der modernen Küche erlebt Bärlauch eine Renaissance. Spitzenköche verwenden ihn für Pestos, Suppen und eben Kräuterbutter. Die Konservierung durch Einfrieren ist eine alte Methode, die heute wieder an Bedeutung gewinnt. Sie bewahrt nicht nur den Geschmack, sondern auch die wertvollen Inhaltsstoffe der Kräuter.

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