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& wie man als Brot-Kind in Deutschland groß wird

Als Kind in Deutschland bin ich als klassisches „Brot-Kind“ groß geworden. Brot mit Butter und Marmelade zum Frühstück, Brot mit Gelbwurst (ja, das isst man in Franken!) in der Schulpause, Brot mit Käse zum Mittagessen.

Gutes Brot ist irgendwie so etwas typisch Deutsches. 

Als ich damals (vier Jahre ist das nun schon wieder her!) in London für drei Monate gelebt habe, habe ich zum ersten Mal so richtig gemerkt, wie besonders das „German Bread“ sein kann. Wenn man im Ausland einmal versucht, gutes dunkles Brot zu kaufen, erhält man meistens ein Brot, das zu süß, zu weich und nicht herb genug ist. Ein bisschen so wie Vollkorntoast, wenn man es nicht toastet. 

Wenn es bei meinen Großeltern in Franken frisches Brot gab, dann wurde das sofort aufgeschnitten und mit Butter und frischem Schnittlauch serviert.

„Willsd a Schei’m Brod?“

(aka „Willst du eine Scheibe Brot?).
Wer keine Lust auf Schnittlauch hatte, strich sich auf das Sauerteigbrot die selbstgemachte Johannisbeer-Marmelade aus Omas Garten. 

 

Wisst ihr eigentlich, wie gut das auf frischem Sauerteigbrot schmeckt?

 

Ganz im Gegenteil zu meinen Großeltern in Berlin!

Wenn es um ein belegtes Brot ging, wurden einem immer „Schnittchen“ angeboten. Ein Brot mit viel Butter und Käse, in mundgerechte Häppchen geschnitten. Der perfekte Mittagssnack! Wenn ich eine Wette abschließen müsste, was mein Opa gestern zu Mittag gegessen hat, würde ich wohl auf Schnittchen mit Käse tippen.

Aber es wäre ja langweilig, wenn ich euch nur Geschichten erzählen würde

(wobei Autorin in der Grundschule mal mein Traumberuf war).
Ich war vorletzte Woche auf einem Event von Fackelmann (Werbung durch Markennennung – Bilder findet ihr HIER) und habe von dem tollen Abend in der Kochschule von Wolfgang Link ganz viele Leckereien mitnehmen dürfen. Mit dabei ein Auberginen-Kräuter-Pesto meiner Kochcrew (aka Rebecca, Jens und Steffi von „What makes me happy“). Und wisst ihr was? Ich liebe frisches Pesto!

Steffi hat mir netterweise das Rezept für das Auberginen-Pesto aufgeschrieben. Denn von uns Hobbyköchen hat natürlich niemand nach vorgegebenem Rezept gekocht… Daher: Danke, Steffi!

Pesto passt nämlich nicht nur wunderbar zu frischer Pasta

– nein, es eignet sich auch wunderbar, um Hähnchenbrust zu füllen (haben wir mit Bacon gemacht, siehe HIER) oder es auf frisches BROT zu schmieren. Steffi hat mir nach dem Abend versprochen, dass sie die Kombi aus Brot, Pesto und Käse einmal selbst probiert. Bitteschön, Steffi, ich habe hier eine wunderbare Kombination für dich! 🙂

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Vorbereitungszeit
Zubereitungszeit
Gesamtzeit
 
Ein herrlich aromatisches Kräuterpesto mit Aubergine trifft auf frisches Brot, geröstete Tomate und cremigen Ziegenfrischkäse. Lecker!
Autor:
ergibt: ca. 3 Gläser Pesto & 4 Schnittchen
Zutaten
  • FÜR DAS PESTO: (ca. 3 Gläser)
  • 1 Aubergine
  • ½ Chilischote
  • 30g Pinienkerne
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Bund Bärlauch
  • 5 Stiele Thymian
  • 1 Stiel Rosmarin
  • Schnittlauch
  • 2 Schälchen Kresse (gerne 2 versch. Sorten)
  • 50g frisch geriebener Parmesan
  • 8 El Olivenöl plus mehr zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • ------------------------
  • FÜR DIE SCHNITTCHEN:
  • 4 Scheiben Sauerteigbrot
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • 4 Cocktailtomaten
  • frische Kresse
So geht's...
  1. FÜR DAS PESTO: Zuerst einmal alle Kräuter waschen und Basikilum, Thymian und Rosmarin von Stielen befreien. Die Aubergine und halbe Chilischote ebenfalls waschen und würfeln bzw. klein schneiden.
  2. Die Pinienkerne in einer Pfanne bräunen und anrösten. In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne (oder nacheinander in der gleichen) die Auberginenwürfel und Chili mit etwas Öl scharf anbraten, salzen und pfeffern. Danach auskühlen lassen.
  3. Die gewaschenen Kräuter zusammen mit Parmesan, 8 El Olivenöl, der Aubergine und den Pinienkernen mit einem Pürierstab sehr fein pürieren. Falls das Pesto noch zu fest ist, kann man noch etwas mehr Olivenöl dazugeben.
  4. Zum Schluss das Pesto in Gläschen füllen, gut verschließen und für einige Zeit auf dem Kopf stellen.
  5. FÜR DIE SCHNITTCHEN: Die Brotscheiben kurz in der Grillpfanne rösten (oder toasten). In der Zwischenzeit die Tomaten waschen, auf der Unterseite kreuzförmig einschneiden und mit etwas Olivenöl in der noch heißen Pfanne kurz rösten.
  6. Die Scheiben Brot mit jeweils einem Esslöffel Pesto und ca. 25g Ziegenkäse bestreichen, jeweils eine Tomate darauflegen und mit Kresse garnieren. "Lou das schmeggn!" (Lass es dir schmecken!)
 

Wusstet ihr, warum es in Deutschland so viele verschiedenen Brotsorten gibt?

Weil es im Vergleich zu anderen Ländern nicht zentralistisch gesteuert wurde!
Wäre ja auch zu Schade gewesen – denn dann gäbe es bei meiner Oma in Franken das gleiche Brot wie in Berlin.

 

Gute Brotpolitik sozusagen. 

 

Nicht nur ich verbinde fränkisches Sauerteigbrot mit Kindheit und Heimat. Dominik von Schöner-Saufen hat auch einen tollen Artikel über seine Liebe zum guten Brot seiner Oma geschrieben. Aus reiner Verzweiflung lässt er Heinz, den Allesfresser bei sich einziehen. Sehr schön geschrieben und ihr findet auch ein Rezept in seinem Backdiagramm.


Seid ihr auch Brot-Kinder?

Was kommt bei euch am Liebsten auf’s Brot?

Knusprige Grüße

Antonia


More about Antonia

Economics-Studentin in Amsterdam, die gerne in der Küche werkelt, auf Reisen geht und Rechenaufgaben löst. Wenn sie nicht gerade die Welt entdeckt, ist sie auf dem Rennrad, im Wasser oder in den Laufschuhen zu finden. Außerdem hat sie ein Faible für Schokolade, schöne Fotos und chices Interior und ist steht's am Basteln.

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