How to *Food Photography* – wie ich meine Leckereien einfange

Essen, Essen und nochmal Essen. Eigentlich hatte ich nicht vor, einen Food-Blog zu führen, als ich mit dem Bloggen begonnen habe. Das ist zum Essen da. Nicht zum Fotografieren!

Tja, manchmal kommt eben alles anders, als man denkt. Und zwar schleichend. Die ersten Muffins werden mit der „super“ Handykamera fotografiert, das erste Rezept online geladen. Auf einmal rückt man die farblich-passende Serviette mit ins Bild und interessiert sich für eine Spiegelreflexkamera. Auf dem Flohmarkt werden süße Teller und Besteck gefunden und alte Tischdeckchen werden mobilisiert. Photoshop und CameraRaw werden spannender und ein Grafikpad zieht zu Hause ein.  

Ihr wisst genau, wovon ich spreche?

Um meine süßen oder pikanten Sachen auch geschmackvoll wirken zu lassen, habe ich folgende Ausrüstung:

* Canon EOS 1100D (hier bei Saturn zurzeit ein klasse Angebot)
* Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS II (das absolute Universalobjektiv)
* Canon EF 50mm 1:1.8 II  (mein Liebling!)
* eine Untergrundplatte (hier mit Tafellack)
* 3 weiße Platten als Reflektoren
* Stativ von meinem Uropa (Bilder von ihm hier)
* Farbkontraste, wie z.B. Blumen, Servietten oder andere Deko
* Holzbrettchen
* Tischdecken bzw. -sets
* mini Pfanne & Töpfe aus meiner alten Spielküche
* Teller und Untertassen von Uroma oder vom Flohmarkt
* alte Silberlöffel, -gabeln oder -messer
* Tageslicht (der wichtigste Faktor!!!)

Die große Untergrundplatte ist auf einer Seite glatt weiß, die andere habe ich mit Tafelfarbe angestrichen. Ich finde das sehr schön, wenn man die Fläche noch beschriften bzw. sich künstlerisch austoben kann. Und was nicht so gut aussieht, wischt man wieder ab 🙂

Das Stativ stammt wie gesagt noch von meinem Uropa, dem Fotografen. Es lässt sich perfekt einpacken und aufbauen. Die lange Zeit hat es bis zu mir durchgehalten.  Das war noch Qualität! (Obwohl heutige Stative wahrscheinlich um einiges leichter sind…)

Auf die Untergrundplatte habe ich mit 3 weißen Platten ein „U“ gebaut. Eigentlich nur gerade hingestellt haben sie ähnliche Wirkung wie ein Reflektor. (Ich hing für dieses Bild fast im Kronleuchter…) Die Platten sind bei mir erst seit einer Woche im Gebrauch.

Ich stehe auf Kreide. Auch wenn meine Zeichenkünste, was Blumen angeht, nicht wirklich berauschend sind.

Die kleinen silbernen Förmchen sind übrigens die Pralinenförmchen meiner anderen Uroma. Da sammelt sich ganz schön was an. In die Förmchen habe ich aber noch nie Schokolade hineingegossen. Einmal habe ich die Form jedoch für FIMO verwendet 🙂

Ich finde einen bunten Mix aus Tellern und Tassen wunderbar. Auch in Cafés finde ich es viel schöner, wenn das Geschirr regelrecht zusammengewürfelt wird. Unkompliziert und voll von Geschichten. Jeder einzelne Teller mit einer eigenen. Ob bei einer adeligen Familie Anfang des 19. Jahrhunderts oder bei einer armen Witwe. Jedes Stück mit Schrammen, Dellen und etwas zum Erzählen.

 
Was habt ihr für eine Ausrüstung?
Wie fangt ihr Licht ein?
Was war euer Ziel beim Bloggen?
Habt ihr einen Foodblog mit eigenen Bildern?

More about Antonia

Economics-Studentin in Amsterdam, die gerne in der Küche werkelt, auf Reisen geht und Rechenaufgaben löst. Wenn sie nicht gerade die Welt entdeckt, ist sie auf dem Rennrad, im Wasser oder in den Laufschuhen zu finden. Außerdem hat sie ein Faible für Schokolade, schöne Fotos und chices Interior und ist steht's am Basteln.

15 Comments

    1. Ja, dein Weg kommt mir bekannt vor… Auch wenn ich noch nicht so weit bin wie du. Mein nächster Schritt: Von der normalen Digital-, die in jede Tasche passt, zur Spiegelreflexkamera. Weihnachten und Geburtstag lassen grüßen 😉
      Die Idee mit den weißen Wänden finde ich cool, da lässt sich bestimmt mit Papa verhandeln…

      Liebe Grüße
      Lulu

    1. So eine „Lichtbox“ muss ich mir unbedingt auch mal bauen. Als Untergrund kann man zb auch Tapete (Holzoptik) verwenden, hab ich mal gelesen. Das sieht bestimmt auch toll aus.

    1. Ohjaa!Ich weiß genau wovon du sprichst! Als ich mit dem Bloggen begonnen habe war es auch noch lange nicht abzusehen das mein Blog mal so foodlastig wird!;)
      Und was sich da alles so ansammelt an Probs mit der Zeit!;)
      Wie hast du diese tolle Fotokiste eigentlich gebaut?
      Liebst, Sarah

    1. das problem ist einfach wir haben so keine alten rezepte. meine mutter kocht sehr modern und ohne rezepte von früher und meine oma hat nur alte rezepte mit fleisch. und die kann ich ja nicht machen da ich kein fleishc esse ;D

      liebe grüße und schönen sonntag!

    1. Oh wie süüüß 😀 Ein Marienkäfer, der dich als Taxi benutzt xD
      Im Oktober erwartet man auch nicht so tolles & warmes Wetter wie jetzt am Wochenende 🙂 Man muss es einfach genießen!

    1. Das Chalkboard ist ja eine super Idee 🙂 Ich arbeite auch immer noch mit großen Papp-Plakaten aus dem Bastelgeschäft, für fake Dielenboden oder so 😀
      Dein Blog gefällt mir, ich komm bald wieder mal vorbei 🙂

    1. Hihi in Schweden sieht man diese Pferde wirklich überall. Mir wurde das so erklärt, dass es eine Art Hommage an die Tiere ist, weil sie früher gleichzeitig Gefährte und Lebensgrundlage für die Menschen waren – heute gelten sie daher als Talisman. Finde ich sehr spannend und ich hab mir dann auch gleich einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen Dalapferd gekauft 🙂

      Solche Plakate gibts in jedem Bastelgeschäft, sehr schöne zum Beispiel bei Idee Creativ. Eins kostet um die 2€, da kann man sich schon einige Kulissen zulegen – ich bin ständig am erweitern 😀 aber meistens kommt eh die Holzboden-Struktur zum Einsatz

    1. Naja, wie das halt so ist mit alles provisorischen Kulissen… für die meisten Produktfotos klappts ganz gut, aber irgendwo ist der Karton eben zu Ende 😀 die Dinger sind allerdings schon groß, noch größer wäre in meiner kleinen Wohnung fast schwierig zu verstauen

    1. Hi meine Liebe,

      ich bin gerade über dein Post gestolpert und ich liebe ihn. Also den Post 😉

      Ich bin gelernte Fotografin und ja, ich kann dir sagen du bist auf dem richtigen Weg. 🙂 Ich wünsche dir in jedem Fall viel Freude mit deinem neuen Hobby!

      Liebe Grüße,
      Merle

    1. Ach sind deine Teller wunderschön!
      Momentan besitze ich eine Bridgecamera mit Superzoom und ein Stativ. überlege gerade eine DSLR zu kaufen. mal sehen.
      Ich habe von Anfang an ein Foodblog gehabt. Ziel war meine eigenes Kochbuch zu schreiben…damit ich nicht mehr hundert von Rezepten auf Papier habe. Jetzt habe ich tausende, denn sehr viele Kochbücher sind bei mir eingezogen. (vorher hatte ich nur 2)
      LG
      Diana

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