Leckeres auf die Hand: Der erste Street Food Market in Fürth {& wieso der moderne Hipster nicht nach Mittelfranken zieht}

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Gerade sitze ich im Fernbus – gespannt auf meine Tage in Deutschlands Hauptstadt. Mit Musik in den Ohren und Sonne im Gesicht. Zwischen meinen Füßen einen voll bepackten Rucksack. Denn der duale Student muss sich ja auch in der Uni blicken lassen!  Im Gepäck Matheübungen, Kleidchen, Kamera, sowie Tablet mit Tastatur. Irgendwie muss ich den Post ja hier schreiben!

Doch hier soll es nicht über Berlin gehen. Klar ist die Lieblingsstadt des deutschen Hipsters oft trendführend und somit thematisch nicht weit vom Thema weg: Dem Streetfood!

 
Streetfood = Straßenessen?
Streetfood Market = Straßenessensmarkt?
 

Hier ist wohl eher der Imbiss aus der Hand gemeint. Das „Fast Food“, das geniale Küche mobil macht. Gedacht für Geschäftsleute, die sich nicht immer mit selbst geschmierten Broten oder Kantinenessen zufrieden geben wollen. Wie mein Papa es treffend verglichen hat:

Die Leberkässemmel der moderne Gesellschaft.

Früher ging man in der Mittagspause zum Metzger oder Bäcker. Heute isst man „Spicy Burger with Pulled Pork and Sweet Onionchutney“. Oder löffelt Thai Curry aus einem Becher. Wobei ich ja denke, dass sich inhaltlich nicht viel verändert hat. Denn ein Truck, der Sandwiches verkauft, ist nicht viel anders als der Grillhähnchen-Mann. Und ein Street Food Market eben nicht viel anders als ein Wochenmarkt ohne Gemüse-, Obst- und Frischfleischstände.

Egal wie, der Trend des Street Food Marktes ist nun auch in Franken angekommen. Ich liebe Essen. Musste ich nur kurz noch einmal einwerfen. Nachdem ich (genau vor 367 Tagen) meine Londonreise begonnen habe, habe ich so viele Märkte besucht, so viele Leckereien probiert und meine Liebe zu Street Food Märkten entdeckt.

Vor knapp zwei Wochen fand dann auch in Fürth der erste Street Food Market statt. Natürlich war FAIBLE on Tour und hat mit zwei Futterfreunden die Verkaufsstände unsicher gemacht. Mit dabei waren einige lokale Trucks und Bistros, wie z.B. die Schaffensschwestern aus Nürnberg, sowie auch einige von weiter her, z.B. aus München wie „nonidu“.

Ihr seht hier einige Bilder von verschiedenen Ständen. Auf dem Bild direkt hier oben ˆ unsere Ausbeute von „Don Burrito“ (der Burrito – wen wundert’s), „Guerilla Gröstl“ (der Burger – vgl. erstes Bild) und „nonidu“ (ein „Supi“ – ein Chili con Carne mit Kakao und Cola).

Der Burrito mit BBQ-Avocado-Soße war weniger mein Fall (eine Futterfreundin war trotzdem sehr begeistert davon!). Konnte aber auch nicht mit dem Burger mithalten! Denn unser aller Favorit wurde der „Burger mit Baconjam“ von „Guerilla Gröstl“. Obwohl ich ja schon sehr viele Burger probiert habe: Dieser ist der Hammer! Ultrafuttertipp! Das Chili von „nonidu“ war auch sehr lecker, weiter unten dazu mehr.

Stattgefunden hat der Markt in der „Grünen Halle“ in Fürth. Unter der Woche dient sie schon als Markthalle und konnte so bei miesem Wetter gut für diesen Zweck verwendet werden. Die Stände waren auf zwei Etagen verteilt, die Trucks waren um das Gebäude positioniert. So „nett“ das ganze klingen mag, so eine eher ruhige Stimmung ließ es jedoch auch aufkommen. Musik gab es nur spärlich. Ein Streetfoodmarket lebt nun mal von herumschlendernden Leuten, Straßenmusikern, frischer Luft (dazu gehört eben auch mal Regen) und der „Straße“! Hier war es eher so, dass sich die Sandwichkäufer mit Beute und Getränk an einem Tisch niederließen. (wobei ich sehr stark vermute, dass der bequeme Franke das genau so mag. Anstrengende und möglicherweise unangenehme Risiken werden gleich eliminiert)

Hier seht ihr „Popletas„. Einen Stand, den ich gleich so sympathisch fand, dass ihr bald mehr von dem jungen Startup hören werdet. Denn die drei Jungs von „Popletas“ stellen großartiges Eis am Stiel her! Von Wassermelone-Minze über „Buttermilch-Zitrone“ bis zu „Erdbeere-Basilikum“. Köstlich! Derzeit könnt ihr das Eis nur auf Events (Streetfoodmärkte, Konzerte) und in einem der Nürnberger „Hot Tacos“ kaufen. Dazu auf ihrer Webseite mehr.

Dann gab es da unter den Foodtrucks noch „nonidu„. Zwei Mädels aus München, die in ihrem hübschen Wagen durch Deutschland touren und die Welt mit „Sattlat“ und „Supi“ ein bisschen besser machen. Hier haben wir ein Chili con Carne probiert. Das hat meinen Magen sehr glücklich gemacht! 🙂

Es gab so viele Stände, dass man gar nicht alles probieren konnte! Wir hatten noch Kartoffelchips und Zimtschnecken. Letztere Gab es bei „die Auftragsgriller“ (s. weiter oben). Als „Kleines Süßes“ zwischendrin ganz lecker, aber ziemlich trocken. Die Grillmeister sollten sich wohl lieber weiterhin auf Fleisch beschränken 🙂 Das muss nämlich ziemlich gut gewesen sein, da es schon nachmittags um ca. 16 Uhr ausverkauft war!

Gönning“ kannte ich noch nicht, sah aber sehr hübsch und ansprechend aus. Jedoch nicht so fancy, dass ich unbedingt ‚was kaufen musste.

Laut Rezesionen auf der Facebookseite des Street Food Marktes muss es hier auch sehr lecker gewesen sein. Die Karte lässt selbiges vermuten, probiert haben wir leider nichts.

Von den „Kochrockers“ wurden wir enttäuscht. Für ein über 4€-teures Sandwich erwartet man mehr als ein trockenes Fladenbrötchen mit ein bisschen Hähnchen und Salat. Der Truck hatte außerdem noch ein BBQ-Sandwich zur Auswahl stehen. Von geringer Qualität aufgrund einer zu großen Karte kann hier also nicht die Rede sein. Die Idee mit dem Hähnchen in Erdnusssoße war aber gut, denn das Fleisch hat sehr wohl geschmeckt!

Was ihr bei dem Bild bestimmt auch feststellen könnt, ist, dass die Tische der Location eine unschöne Farbe zum Fotografieren hatte. Die Bestuhlung fand ich aber im Allgemeinen auch nicht schön. Neben dem Sandwich hatten wir noch einen gemischten Hauptspeisenteller eines indischen Restaurants aus München. Die Verkäufer waren leider nicht allzu höflich, was das Essen aber ein bisschen wett machen konnte.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen: Weiter so Fürth und Franken! Street Food Märkte können jederzeit wieder gerne kommen!

Nächstes Mal würde ich es jedoch nur außen veranstalten und die Rahmenatmosphäre ein bisschen hipper gestalten. Denn den modernen Hipster wird es für’s Nächste weiterhin nach Berlin verschlagen. Ein leckeres Unterfangen war es trotzdem! Und das Wort „Baconjam“ wird ab jetzt in mein „Futter“-Vokabular aufgenommen :).

Schönes Wochenende, lasst euch nicht allzu sehr in der Sonne brutzeln!

 Verwendete Schriftarten: Pacifico 

More about Antonia

BWL-Studentin aus Nürnberg, die gerne in der Küche werkelt, auf Reisen geht und Rechenaufgaben löst. Wenn sie nicht gerade die Welt entdeckt, ist sie auf dem Rennrad, im Wasser oder in den Laufschuhen zu finden. Außerdem hat sie ein Faible für Schokolade, schöne Fotos und chices Interior und ist steht's am Basteln.

6 Comments

    1. Ohhh wie fies, jetzt hab ich auch so ordentlich Hunger 🙂
      Sieht alles super genial aus, vor allem das coole Eis.

      Ganz ganz viel Spaß in Berlin du süüüüße <3

    1. Huiiii – wie ich sowas LIEBE ❤ Ich fühl mich auf solchen Märkten immer wahnsinnig wohl und ich wünsch mir manchmal nichts sehnlicher als so einen Markt hier in München! Wir haben nur den ollen Vitualienmarkt wo ne Kartoffel gleich mal 10€ kostet! Vorallem das es da so viel coole individuelle Sachen gibt gefällt mir wahnsinnig gut 🙂 Und deine Fotos haben mir jetzt ordentlich Magenknurren beschert obwohl ich grade gefrühstückt hab 😀
      Aber sie sind wirklich super geworden, thumbs up!

      Ich wünsch dir ganz viel tolle Erlebnisse in Berlin!! ❤
      Liebst, Duni

    1. Uiiiiiiiiii ich bin wirklich neidisch. Leider konnte ich nicht hingehen, obwohl ich es eigentlich fest eingeplant hatte.
      Hoffen wir mal, dass bald wieder ein Street Food Markt in Fürth ist 🙂
      Deine Bilder sind auf jeden Fall schon mal seeeeeeeeeehr schön.
      Lg Nadine

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