Ein *Weihnachtsbaum*, der Herzen höher schlagen lässt {a DIY for your walls}

Ein sattes Grün, duftende Tannennadeln und rote Kugeln – so sieht der perfekte Weihnachtsbaum aus. Nur was ist, wenn dafür kein Platz, keine Zeit, keine Lust besteht? Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Traditionell die Tanne und bei fast jedermann an Heiligabend gerne gesehen. Die ganz ausgefallenen gibt es ja trotzdem: Pinke Plastikbäumchen, blau blinkende Exemplare oder sogar ein von der Decke hängender Baum. Jedem das Seine…

Bei mir ist es Ritual, mit der Familie am 23. Dezember eine schöne, dichte Tanne zu schmücken. Dabei dudelt im Hintergrund Weihnachtsmusik, es wird Sekt getrunken und gemeinsam besinnlich der Baum dekoriert. Für mich ist dieser Abend einer der schönsten der Weihnachtszeit. Nach dem ganzen Trubel kommt bei mir da erst Stimmung auf.

Dieser jetzt so toll beschriebene Tannenbaum steht bei uns aber erst ab 23. Dezember. Zuvor gibt es in meinem Zimmer (HIER ein kleiner Einblick) nur weiße Wände, viele Geschenkvorbereitungen und allenfalls ein paar Nüsse. Das war’s dann mit Weihnachtsdeko.

Rote Rentiere, blinkende Santas oder glitzernde Kerzen? Ist mir meist viel zu kitschig. Wer meine Zimmereinrichtung kennt, weiß, dass alles recht schlicht und hell gehalten ist. Weniger ist mehr – so wird alles Überflüssige einfach im großen Schrank verbarrikadiert. Zudem habe ich auch nicht allzu viel Platz. Aber was nun mit Weihnachtsdeko?

Lange überlegte ich hin und her, stöberte durch Magazine und Bastelshops, bis sich in meinem Kopf immer mehr eine Idee zusammenspann. Schwarzer Fotokarton, Styroporkugeln und Schmuckdraht? Was man damit wohl anstellen kann?

Ein Baum sproß aus dem Parkett. Ein schwarzer Baum aus Fotokarton. Ein Baum mit vielen verzweigten Ästen. Mein *Weihnachtsbaum* ist mit „Multi-Fix Haftpunkten“ befestigt und verliert keine Nadeln. Außerdem wird er sich im Frühjahr in einem blühenden Kirschbaum verwandeln – mal sehen, was sich damit alles anstellen lässt.

Geschmückt ist mein Baum weder mit schweren Porzellankugeln noch mit brennenden Kerzen. An den Ästen hängen glänzende Kugeln in bronze, silber, gold und Kupfer und ein paar Blätter in ebenfalls diesen Tönen deuten auf den vergangenen Herbst hin (in welcher Zeit diese Blätter ja eigentlich noch nicht am Baum, sondern in einem Zellophantütchen ihr Dasein fristeten).

Weil dieser Post ja nicht nur ein Präsentation, sondern ein DIY mit Anleitung ist, folgt letzteres für euch jetzt hier. Bestellt wurden alle Materialien von mir beim Onlineshop „Idee – der Creativmarkt“*. Falls ihr auch dort ordern möchtet, bekommt ihr mit dem Code ideeMagTonisBlog“ 10% Rabatt einmalig auf eure Bestellung bis zum 31.01.14. Also schnell noch Weihnachtsdeko und Geschenke bestellen! 🙂 Der Versand dauert nicht lange, also braucht ihr keine Bedenken haben.

Der *Weihnachtsbaum* besteht aus:
* schwarzem Plakatkarton (ich habe von diesem 3 Bögen verwendet)
* Pritt Mulit-Fix Haftpunkten (Pattafix oder Ähnliches tut es genauso, es sollte nur leicht wieder zu lösen sein)
* 6 Styroporkugeln mit 6cm Durchmesser
* goldenem Schmuckdraht
* Acrylfarbe in gold, bronze, silber und kupfer
* Stecknadeln
* Schleierblättern in gold, silber und kupfer
außerdem benötigt man zum Basteln noch:
* Schere
* Zeichenpapier
* Bleistift
* Cuttermesser
* Pinsel
* Maßband
* Klebeband (Tesa oder so)

1. Zuerst habe ich die Kugeln gebastelt, da die Farbe ja Zeit zum Trocknen braucht. Dazu wurden alle Styroporkugeln mit dem Cuttermesser vorsichtig halbiert. Jetzt sollte man 12 Halbkugeln haben. Diese wurden dann hübsch lackiert (Pinsel + schicke Acrylfarben) und durften trocknen.

2. Währenddessen habe ich auf dem Zeichenpapier mal einen Baum skizziert. Er sollte dann schlussendlich so aussehen, wie ihr ihn an die Wand bringen möchtet. Mit dem Maßband kurz die freie Fläche an der Wand ausgemessen und die Maße in einem bestimmten Verhältnis dann auf die Skizze übertragen. Ich habe dazu mein Skizzenblatt in Rechtecke eingeteilt, um die Verhältnisse dann beim Übertragen auf Karton besser einschätzen zu können.
3. Genau. Jetzt wird der Stamm auf den Plakatkarton übertragen (Achtung: Spiegelverkehrt!). Dann die einzelnen Äste. Ausgeschnitten und nebeneinander gelegt sollte der Proto-Baum jetzt wie ein großes Spiegelbild der Skizze aussehen. Damit nichts verwechselt wird, habe ich die Kontaktstellen der einzelnen Teile mit A, B, C beschriftet und markiert. Sonst wird das am Ende wie puzzeln.
4.
Die Einzelteile können nun an der Wand fixiert werden.
Benutzt ruhig genug von den klebenden Punkten, sonst stehen die Äste von der Wand ab. Wenn ihr bis hierhin alles richtig gemacht habt, sollte jetzt klar und deutlich ein Baum zu erkennen sein. (Wenn nicht, entweder deine Skizze oder dein zeichnerisches Talent von einem Fachmann überprüfen lassen)
5. Deeeekoooo! Von dem Schmuckdraht habe ich nun 12x ca. 15cm lange Stücke abgetrennt und jedes davon zu einer Schlaufe gedreht. Das Ende der Schlaufe habe ich mit Tesa an die Unterseite jeder Halbkugel fixiert und auf das Klebeband noch einen klebenden „Haftpunkt“ gesetzt. Jetzt können die Kugeln nämlich wunderbar an die Äste „gehangen“ werden. Damit sie auch wirklich zu hängen scheinen, wurde oben in die Schlaufe und in den Ast noch jeweils eine Stecknadel gesteckt. Zusätzlich habe ich noch ein paar der Schleierblätter mit den Nadeln an die Äste gepinnt.
Mein Bruder kam zwischendurch mitten im Bastelchaos in mein Zimmer und meinte: „Was wird das denn?!? Das wird doch viel zu viel!“. Als Papierschnipsel und herumfliegende Klebepunkte samt Stiften wieder aufgeräumt worden waren, war er doch begeistert. Und das bin ich auch. Der Baum sieht nämlich noch viel besser aus, als ich ihn mir vorgestellt habe. Und es ist Weihnachtsdeko, die nicht so aufdringlich ist und nicht im Weg steht. Nicht abzustauben und auch nicht nadelnd.
Vielleicht legt das Christkind (ich als Mädel aus Franken wehre mich gegen den Weihnachtsmann) ja auch unter diesen Baum ein Päckchen. Mal sehen, 14 Tage stehen noch bevor.
Wie dekoriert ihr in der Weihnachtszeit?
Habt ihr einen Weihnachtsbaum?

Was haltet ihr von blinkenden Santas? 

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More about Antonia

BWL-Studentin aus Nürnberg, die gerne in der Küche werkelt, auf Reisen geht und Rechenaufgaben löst. Wenn sie nicht gerade die Welt entdeckt, ist sie auf dem Rennrad, im Wasser oder in den Laufschuhen zu finden. Außerdem hat sie ein Faible für Schokolade, schöne Fotos und chices Interior und ist steht's am Basteln.

16 Comments

    1. Das ist so eine tolle Idee und sieht hervorragend aus. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass sich der Baum mit den Jahreszeiten und Festen entsprechend umdekorieren lässt. Großartig^^

    1. Wow. Das ist wirklich großartig! Wäre es nicht so ein Aufwand, würde ich sofort loslegen. Aber ich bekomme ja nicht mal die Skyline meiner Heimatstadt an die Wand …

      Liebe Grüße,
      Mareike

      (Bei mir läuft gerade ein Gewinnspiel für ein Gutscheinbuch einer Stadt deiner Wahl, vielleicht hast du ja Lust, mitzumachen. Es würde mich sehr freuen.)

    1. Das ist wirklich eine schöne Idee! Obwohl ich einen >>klassischen<< Baum doch lieber mag, ist das wirklich eine tolle Alternative 😉

    1. Das ist eine super tolle Idee. werde es auch umsetzen, aber nicht als Weihnachtsbaum sonder als Bilder-Baum. hab vor längeren zeit so was im Internet entdeckt, wusste aber nicht, dass man das selber basteln kann. und wenn ich sehe, wie einfach das geht!

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    1. Toller Blog, klasse! =)
      Ich mag deine Kleider =) Hast du die selber genäht?
      Liebe Grüße =)

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